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18. Oktober 2021

Mit dem Alter verändert sich der Kalorienverbrauch

(Inklusive Audioversion)

Tausche ich mich mit Ratsuchenden – in Bezug auf eine Gewichtsreduzierung aus, fällt oft der Satz „dabei esse ich wirklich nicht mehr als früher und lege trotzdem Jahr für Jahr weiter an Kilos zu“.
Betroffenen ist oft gar nicht klar, dass sich mit zunehmendem Alter unter anderem auch der Stoffwechsel ändert. Berücksichtigt man dieses nicht bei den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, können sich ganz leicht Jahr für Jahr die Pfunde ansammeln und irgendwann zu gesundheitlichen Einschränkungen führen.

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich immer wieder mit der Frage, warum man im Alter zunimmt. Die Forschungsergebnisse sind so eindeutig, dass wir sie – wenn es um Alterserkrankungen, bei denen Übergewicht eine Rolle spielt – unbedingt beachten sollten. Geht es um Vorsorge, können wir da gar nicht zeitig genug ansetzen und gegensteuern.

Interessant zu wissen ist, dass ein Säugling doppelt so schnell Kalorien verbrennt wie ein 90-Jähriger. Auch bei Heranwachsenden und im mittleren Erwachsenenalter unterscheiden sich Stoffwechsel und Energiebedarf erheblich, wie Forscher aus der USA herausfanden.
Sie hatten bei mehr als 6.400 Menschen im Alter zwischen 8 Tagen und 94 Jahren untersucht, wie sich der Stoffwechsel im Laufe des Lebens verändert. Unabhängig von Körpergröße, Geschlecht, Herkunft und Körperfettanteil, durchläuft der Stoffwechsel demnach vier Phasen. Im Erwachsenenalter – zwischen 20 und 60 Jahren – ist er stabil, dann sinkt er bei älteren Erwachsenen (Quelle).

Schwedische Forscher waren ebenfalls aktiv und fanden heraus, dass der Fettstoffwechsel im Alter erlahmt und gespeichertes Fett schlechter abgebaut wird. Dieses könnte ein Grund dafür sein, dass viele Menschen im Alter zunehmen, obwohl sie nicht mehr essen oder weniger Sport treiben. Es zeigte sich, dass sich mit zunehmendem Alter der Fettabbau verlangsamte und zwar unabhängig davon, ob die Person zugenommen hatte, ihr Gewicht hielt oder über die Jahre abnahm. Probanden, die ihre Kalorienaufnahme nicht reduziert hatten, legten über den Untersuchungszeitraum etwa 20 Prozent Körpergewicht zu (Quelle).

Im Grunde genommen beginnt die Veränderung des Stoffwechsels aber schon so um die 40. Hauptursache hierfür sind die Hormone. Bei Frauen sinkt der Östrogenspiegel, bei Männern der Testosteronspiegel. Frauen sind von der Veränderung oft stärker betroffen als Männer. Bei beiden ist die Verlagerung bzw. Ansammlung von Fettdepots, gerade in der Bauchregion, ein sichtbarer Beleg. Aber generell wird ab diesem Alter Muskelmasse abgebaut, wodurch der Energieverbrauch automatisch sinkt. Und so ist eine Gewichtszunahme – bei gleich bleibendem Essverhalten – also nicht verwunderlich.

Ein befreundeter Heilbehandler erzählte mir, dass schätzungsweise 80 Prozent seiner neuen Patienten, die mit über 50 Jahren zu ihm kamen, unter mindestens einer der Krankheiten litten, die er eindeutig mit einem vorhandenen Übergewicht in Verbindung bringen konnte. Fast jeder dieser Patienten war aber der Meinung, dass das Übergewicht und auch bestimmte Beschwerden doch mit den Jahren einfach so kommen. Er investiert viel Beratungszeit, damit die Betroffenen die Zusammenhänge zwischen dem Älterwerden und bestimmten Veränderungen erkennen. Es war ihm anzuhören, wie sehr er sich für jeden Einzelnen seiner Patienten freute, wenn da wieder eine Umkehr geschafft und von wieder gewonnener Lebensqualität berichtet wurde.

Ein Jeder von uns hat es selber in der Hand und kann viel dafür tun, um die angeblich unaufhaltsame Gewichtszunahme im Alter und die damit verbundenen Wohlstandskrankheiten zu verhindern.
Denn das alles passiert ja nicht von heute auf morgen, sondern geht langsam vonstatten. Wenn wir um bestimmte Mechanismen wissen, haben wir Zeit uns darauf einzustellen und gegenzusteuern.
Sicher muss man im Rentenalter nicht unbedingt das Gewicht auf die Waage bringen, welches man mit 20 hatte und nicht jedes Kilo Übergewicht ist per se schädlich, aber man sollte eine ständige Gewichtszunahme auch nicht einfach als gottgegeben hinnehmen.

Die Entscheidung, überflüssige Pfunde – gerade auch im Alter – loszuwerden, ist nicht nur aus ästhetischer Sicht sinnvoll. Die Folgen von Übergewicht zeigen sich in Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Gicht, Krebserkrankungen, Thrombosen sowie Gelenk- und Rückenleiden.
In unterschiedlichen Beiträgen habe ich schon den Stoffwechsel thematisiert und auch Fachleute zu Wort kommen lassen. In diesem Beitrag geht es z.B. um die tägliche Bewegung, die für den reibungslosen Ablauf des Stoffwechselgeschehens einfach unerlässlich ist und ich schrieb unter anderem:

Studien belegen immer wieder, das bis zu zwei Drittel der überschüssigen Kalorien, die andere als Speck auf den Hüften ablagern, Schlanke durch vermehrte Bewegungen verpulvern. Hier kommen die schon oft erwähnten täglichen 10.000 Schritte ins Spiel.
In dem Beitrag zitiere ich auch Sätze des langjährigen Bundesligaarztes Dr. Müller-Wohlfahrt. Er sagte in einem Interview u.a.:
„der Krankmacher Nummer eins hat einen hässlichen Namen: Hypokinese – Bewegungsmangel. Viele betrachten Bewegungsmangel noch schicksalsergeben als typische Zivilisationskrankheit und tun noch immer so, als könnten sie nichts dagegen tun. Aber: Als Bewegungsmuffel sind wir eine Fehlkonstruktion. Das ist eine Tatsache. Der Mensch ist zur Bewegung geboren. Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung.

Mineralstoffe unterstützen den Stoffwechsel
Mineralstoffe unterstützen den Stoffwechsel

Neben der Ernährungsumstellung und den täglichen Bewegungseinheiten, können auch bestimmte Mineralstoffe den Stoffwechsel günstig beeinflussen. Mit der Einnahme werden Stoffwechselblockaden gelöst und Fettstoffwechselvorgänge gefördert. Stellvertretend für die vielen Möglichkeiten, stelle ich Ihnen hier einmal zwei bewährte Mineralstoffkuren vor:

1. Ein Schema, nach welchem viele Schüßler Anwender ihren Stoffwechsel schon günstig beeinflusst haben.
Diese Kur kann unbedenklich oft im Jahr für mehrere Wochen durchgeführt werden:

Vor dem Frühstück 5 bis 7 Tabletten vom Kalium phosphoricum – Schüßlersalz Nr. 5.

Vor dem Mittagessen 5 bis 7 Tabletten vom Natrium phosphoricum – Schüßlersalz Nr. 9. Und

vor dem Abendessen 5 bis 7 Tabletten vom Natrium sulfuricum – Schüßlersalz Nr. 10 .

Bewährt hat sich, die jeweilige Dosis in einer Tasse heißem Wasser zu lösen und in vielen kleinen kauenden Schlucken – circa 10 bis 15 Minuten vor jeder Mahlzeit – zu trinken.

2. Eine Kur die gewählt werden kann, wenn überflüssige Pfunde – trotz konsequenter Ernährungsumstellung und sportlichen Einheiten – hartnäckig auf den Hüften bleiben. Dann können Stoffwechselblockaden schuld daran sein.
Eine Kurzeit von mindestens 6 bis 8 Wochen ist empfehlenswert. Die Kur kann aber auf eine unbedenklich lange Zeit ausgedehnt werden. Folgende Mineralstoffe werden benötigt:

Schüßlersalz Nr. 4 – baut Übergewicht und die allgemeine Neigung hierzu ab.
Schüßlersalz Nr. 6 – löst Schlacken und Giftstoffe und scheidet diese – in Kombination mit dem Schüßlersalz Nr. 10 – aus. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt.
Schüßlersalz Nr. 9 – hilft gegen den unangenehmen Heißhunger. Es stärkt zudem den Zucker- und Fettstoffwechsel. Erhöhte Blutfette werden normalisiert.

Da die Flüssigkeitsmenge während der Kur von entscheidender Bedeutung ist – einfach um auch die Schlacken besser auszuscheiden – empfehle ich speziell für diese Kur die „Cocktailvariante“. Geben Sie je Salz 6 bis 10 Tabletten täglich in gut einem Liter stillem Wasser, lassen es circa 15 Minuten stehen und trinken von dieser Lösung – über den Tag verteilt – in vielen kleinen kauenden Schlucken.

Diese beiden Kuren – und insgesamt 45 der beliebtesten Mineralstoffkuren – finden Interessierte auch in meinem E-Book „Das große Dr. Schüßler Compendium“. Darüber hinaus finden Sie in dem E-Book Behandlungsempfehlungen für mehr als 1.300 Erkrankungen, immer mit den ganz exakten Angaben zur Dosierung, sowie die Kurzportraits der 12 Basis- sowie 15 Ergänzungssalze und den 12 Mineralstoffsalben.

Veröffentlicht von

Bärbel Puls
Bärbel Puls

Über Wirksam Heilen:
Der Verlag „Wirksam heilen“ ist ein Herzensprojekt das von Bärbel Puls im Jahr 2014 gegründet wurde. Aufgrund eigener, gesundheitlicher Probleme beschäftigte sich Frau Puls bereits sehr früh und sehr intensiv mit diversen Erkrankungen sowie wirksamen Naturheilverfahren. Im Jahr 2006 folgte die Gründung des Schüssler-Forums, das schnell eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen in Deutschland wurde. Im Jahr 2014 wurde dann „Wirksam Heilen“ ins Leben gerufen, ein umfassendes Compendium und digitales Nachschlagewerk zu einer Vielzahl von Erkrankungen und Gesundheitsproblemen sowie alternative und wirksame Behandlungsmethoden dazu.

 

Kontaktdaten:
BENE NATURA D.O.O.
Geschäftsführer Stefan Lackermeier
kontakt@wirksam-heilen.de

https://wirksam-heilen.de
http://www.schuessler-info.de/

Weiterführende Links:
https://konzepte-und-heilkunst.de
Ausbildung Schüßler Salze

 

Article by Bärbel Puls / Allgemein / alternative Behandlungsmöglichkeiten, Dr. Schüßler Compendium, E-Book, Ernährungsgewohnheiten, Ernährungsumstellung, Fettstoffwechsel, Lebensgewohnheiten, Mineralstoff-Therapie, Schüßlersalze, Stoffwechselstörung, Wirksam heilen, Wohlstandskrankheiten

Über Bärbel Puls

Seit März 2006 in Sachen alternative Behandlungsmöglichkeiten aktiv im Netz.
Autorin diverser Beiträge zum Thema Gesundheit (in Printmedien und im Internet).

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