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19. Oktober 2023

Dem Arzt nicht immer blind vertrauen

(Inklusive Audioversion)

Wer meine Beiträge über die Jahre verfolgt hat, liest immer wieder auch die Hinweise auf „eigenverantwortliches Handeln“ in Bezug auf unsere Gesundheit. Mit welch einer Selbstverständlichkeit da viele meiner Freunde und Bekannte ihre Arzttermine wahrnehmen und dann brav wieder neu verordnete Medikamente schlucken, macht mich sehr oft fassungslos.

Schon hier im Urlaub werden neue Arzttermine akribisch geplant. Zwar wird über lange Wartezeiten, die immer schwieriger werdenden Termine bei Fachärzten und in der letzten Zeit auch über Medikamentenmangel geklagt aber letztendlich wird der einmal eingeschlagene Weg nicht verlassen. Ich kann sicher sein, beim nächsten Besuch gibt es wieder mindestens ein Medikament mehr in der täglichen Dosierung und oftmals auch wieder eine neue Beschwerde, die nun noch zusätzlich behandelt werden muss.

Kaum einmal erlebe ich einen wirklichen Behandlungserfolg oder gar ein „Hurra, ich muss dieses Medikament nicht mehr nehmen“. Es sei denn, da ist tatsächlich einmal jemand über seinen Schatten gesprungen und hat einen anderen Weg gewählt. Hat auch einmal eine andere Meinung eingeholt, einem anderen Heilbehandler vertraut und vor allem auf seinen eigenen gesunden Menschenverstand gesetzt.

Ich betone es immer wieder, dass ich nicht grundsätzlich und in allen Fällen gegen die Schulmedizin bin. Ganz im Gegenteil. Aber es muss auch gestattet sein, bestimmte Dinge zu hinterfragen. Zähle ich all die Fälle zusammen, in denen mir wirklich glaubhaft von – ich sage es einmal mild ausgedrückt, nicht so glücklich verlaufenden Behandlungsansätzen seitens der Schulmedizin berichtet wurde, dann komme ich auf eine stattliche Anzahl. Und es sind nicht wenige Fälle dabei, die hochdramatisch und auch tödlich verlaufen sind. Wo erst im Nachhinein Vermutungen angestellt wurden in Bezug auf eventuell fehlerhaften Diagnosen bzw. daraus resultierenden Behandlungen.

Einige Themen habe ich in den bisherigen Beiträgen auch schon aufgegriffen, so wie in diesem Beitrag aus dem Jahre 2020 oder auch in diesem aktuelleren Beitrag aus diesem Jahr, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Im Januar 2023 hatte ich dann aber auch auf ein Miteinander von Schulmedizin und ergänzende Therapien  hingewiesen. Denn dieses ist das Optimum, was Betroffene erreichen können und wo ich im Fall der Fälle auch immer ein gutes Vorankommen gesehen habe. Jeder Patient  sollte gestellte Diagnosen und Verordnungen hinterfragen dürfen und von seinem Arzt erwarten, dass er sich die Zeit für Aufklärung nimmt. Und er sollte es durchaus auch begrüßen, wenn sein Patient eine zweite Meinung einholen möchte. Wer da auf Widerstand stößt, sollte sich auch überlegen, ob er in der jetzigen Praxis gut aufgehoben ist. Ich weiß um die schwierige Praxissituation und um eventuell längeres Warten auf einen Facharzttermin, aber die Zeit ist immer gegeben und diese sollte man sich unbedingt nehmen. Keine Behandlung muss jetzt und sofort und vor allem nicht mit einem schlechten Bauchgefühl oder einem „ich habe gar nicht richtig verstanden, was da gemacht werden sollte“, angegangen werden.

Eine Wanderkameradin liegt mir schon lange Zeit in den Ohren. Sie klagt immer wieder über all ihre Wehwehchen. Ihr Wunsch, einmal keinen einzigen Gedanken daran verschwenden zu müssen, ob sie ihre Medikamente alle ordnungsgemäß eingenommen hat und die Aufzählung immer neuer Verordnungen, bringt mich manchmal ganz schön an den Rand der Geduld. Ihr Tag beginnt mit dem Weckerstellen, weil sie das erste Medikament schon auf nüchternen Magen nehmen und mit dem Essen danach 30 Minuten warten muss. Die tägliche Ration endet immer mit einer Kapsel abends kurz vor dem Schlafengehen. Phasenweise kommen dann – je nach Befinden – auch noch weitere Medikamente dazu. Sie hat es sich abgewöhnt, irgendeine neue ärztliche Verordnung zu hinterfragen und sie macht sich mittlerweile auch keine Gedanken mehr über mögliche Neben- und Wechselwirkungen. Ihr Arzt hat sie tatsächlich einmal „richtig abgebürstet“ als sie es wagte, ein weiteres Medikament zu hinterfragen. Originalton „Die Zeit hätte er nicht, mit jedem Patienten das Für und Wider zu debattieren. Er empfiehlt es ihr, sie soll es nehmen oder nicht“. Ein Arztwechsel scheiterte, weil keine der umliegenden Praxen noch neue Patienten aufnimmt. Vor knapp 10 Jahren nahm sie täglich 5 Tabletten, mittlerweile sind es 9 und oftmals bis zu 11 Medikamente am Tag.

Und damit liegt sie mit ihren knapp 70 Jahren in einem super Durchschnitt der Deutschen. Ich las neulich erst wieder, dass heute über 7 Millionen Deutsche täglich mehr als 5 Medikamente einnehmen und sich diese Zahl bei den Menschen, die das 75. Lebensjahr vollendet haben, sogar auf 8 und mehr Medikamente am Tag erhöht.

Und wozu das Ganze?
In vielen Fällen ist doch der tragische Irrtum der modernen Medizin dahinter, dass man sämtliche Beschwerden eines Patienten mit Medikamenten behandeln muss. Obwohl längst bekannt ist, dass manche Wirkstoffe – gleichzeitig verabreicht – nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielen oder noch schlimmer, sogar schwerwiegende Wechselwirkungen hervorrufen. Dazu kommen oftmals auch noch völlig unnötige Operationen die angesetzt werden, einfach um eine bestimmte Quote zu erfüllen.

Sympathisch ist mir da die Aussage und Vorgehensweise einer befreundeten Heilbehandlerin. Sie sagt – aufgrund jahrzehntelanger Berufserfahrung – „viel hilft nicht immer viel und nicht alles was in der modernen Medizin machbar ist, muss bei jedem Patienten umgesetzt werden“. Auch viele ihrer Kollegen überprüfen Verordnungen mittlerweile sehr viel genauer und entscheiden sehr gezielt, ob ein weiteres Medikament denn auch mehr nützt als schadet.

Sie nannte mir in einem Gespräch auch einmal die Zahl 58.000. In etwa so viele Todesfälle soll es jährlich alleine in Deutschland geben, die durch unerwünschte Medikamentenwirkungen verursacht werden. Und genau aus diesem Grund findet sie Empfehlungen, die sie unter anderem auch in meinem Gesundheitsblog oder dem Gesundheitsratgeber von „Wirksam Heilen“ findet, wichtig. Auch sie empfiehlt ihren Patienten sehr häufig, sich auf altbewährte Hausmittel oder der Naturheilkunde zu besinnen.

Natürlich weiß auch sie, dass nicht gegen jede Beschwerde ein Kraut gewachsen ist. Aber sie kombiniert zum Wohle ihrer Patienten und vereint das Beste aus verschiedenen Welten. Das hat uns einst auch zusammengebracht, denn sie bekam schon die Anfänge von „Wirksam heilen“ mit und nach wie vor findet auch sie es ideal, die sanften Heiler der Natur- und Volksheilkunde, das jahrtausende alte Heilwissen der Traditionellen Chinesischen Medizin, die wirkungsvollen Wasseranwendungen der Kneipptherapie und die neuesten Erkenntnisse aus der Medizin-Forschung zu vereinen.

Und auf ihr Wundermittel, welches sie wirklich immer und immer wieder lobend erwähnt, möchte ich auch die Leser meines Beitrags hinweisen. Ich habe es auch schon öfter beschrieben und auch ich nehme es kurmäßig immer einmal wieder für einige Wochen im Jahr zu mir. Ganz nach meinem Motto „Vorsorgen ist besser als Heilen“. Es geht um den Brottrunk.

Doch was macht gerade das Brot in seiner flüssigen Form so wertvoll?
Es sind die Milchsäurebakterien, die sich bei der Gärung rapide vermehren und die es zu einem wirkungsvollen Mittel machen, um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken.
Aber der milchsaure Brottrunk kann noch mehr. Er hilft sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung – indem er die Verdauung reguliert.

Und sollte doch einmal eine Antibiotikaeinnahme nötig gewesen sein, hilft im Anschluss daran der regelmäßige Genuss von einem Glas täglich die Darmflora aufzubauen.
Sie bekommen den Brottrunk in Apotheken, Reform- und Biohäusern und manchmal auch in gut sortierten Kühlregalen der Supermärkte.

Veröffentlicht von

Bärbel Puls
Bärbel Puls

 

 

Über Wirksam Heilen:
Der Verlag „Wirksam heilen“ ist ein Herzensprojekt das von Bärbel Puls im Jahr 2014 gegründet wurde.
Aufgrund eigener, gesundheitlicher Probleme beschäftigte sich Frau Puls bereits sehr früh und sehr intensiv mit diversen Erkrankungen sowie wirksamen Naturheilverfahren. Im Jahr 2006 gründete sie das Schüssler-Forum,  das schnell eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen in Deutschland wurde. Im Jahr 2014 wurde dann „Wirksam Heilen“ ins Leben gerufen, ein umfassendes Compendium und digitales Nachschlagewerk zu einer Vielzahl von Erkrankungen und Gesundheitsproblemen sowie alternative und wirksame Behandlungsmethoden dazu. Beide Projekte wurden im Dezember 2022 von BENE NATURA D.O.O. – Geschäftsführer Stefan Lackermeier – übernommen. Bärbel Puls wird als Gastautorin weiterhin Beiträge veröffentlichen.

Kontaktdaten:
BENE NATURA D.O.O.
Geschäftsführer Stefan Lackermeier
kontakt@wirksam-heilen.de

https://wirksam-heilen.de
http://www.schuessler-info.de/

Weiterführende Links:
https://konzepte-und-heilkunst.de
Ausbildung Schüßler Salze

 

Article by Bärbel Puls / Allgemein / Apotheke, Arzt, Brottrunk, Durchfall, Facharzttermin, Heilbehandler, Kneipptherapie, Magen, Medikamente, Milchsäurebakterien, Operationen, Patient, Praxis, Schulmedizin, Therapie, Verordnung, Wasseranwendungen, Wechselwirkungen, Wehwehchen

Über Bärbel Puls

Seit März 2006 in Sachen alternative Behandlungsmöglichkeiten aktiv im Netz.
Autorin diverser Beiträge zum Thema Gesundheit (in Printmedien und im Internet).

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