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20. Mai 2016

Wechseljahre – bei weitem kein reines Frauenthema

(Inklusive Audioversion)

Angst? Nein – regelrechte Panik! Die ist es wohl die viele Frauen befällt, wenn sie mit riesen Schritten auf ein bestimmtes Alter zugehen und an Wechseljahre und Hormonbehandlungen – mit all ihren Nebenwirkungen – denken oder schon mit den ersten Beschwerden zu kämpfen haben.

Depressive Verstimmungen und Reizbarkeit, Scheidentrockenheit und sexuelle Unlust, unberechenbare Schweißausbrüche und Schlafstörungen – diese Aufzählung kann man noch um diverse Punkte ergänzen und heraus kämen dann über 20 mehr oder weniger starke Unannehmlichkeiten, unter denen Frauen dann leiden können. Nicht selten kommen bis dahin nie gekannte Gewichtsprobleme dazu. Und sehr oft muss „Frau“ dass auch ganz alleine mit sich ausmachen. Denn immer noch ist es für viele Menschen ein Tabuthema und nicht selten werden die Beschwerden von Außenstehenden und sogar vom eigenen Partner mit einem Schulterzucker und einem „man kann sich auch anstellen“ abgetan.

Frauen – die verstehen was da im Körper passiert und die Alternativen vor Augen haben – werden deutlich besser mit dieser Zeit umgehen können. Und Partner, die um gewisse Vorgänge wissen, können eine großartige Hilfe – in dieser nicht ganz einfachen Lebensphase – sein.

Was ganz genau da im Körper passiert, kann Ihnen Ihr Gynäkologe sicher besser erklären als ich. Aber versuchen wir einmal ansatzweise zu verstehen, warum Frauen so um die 50 – genauer gesagt zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr – mit einem Male so ganz anders ticken sollen. Mit Beginn der Wechseljahre drosselt der Organismus die Bildung der Geschlechtshormone – der weiblichen wie auch der männlichen. Speziell das weibliche Sexualhormon Östrogen zirkuliert dann immer weniger im Körper und soll somit verantwortlich sein für die vielen unterschiedlichen Beschwerden. Doch eine deutsche Studie zeigt auf, dass die typischen Wechseljahresbeschwerden in einem ganz anderen Licht gesehen werden müssen. Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass es die Wechseljahre gar nicht gibt. Zumindest nicht als gesundheitliche Störung, die mit Hormonen behandelt werden muss (Quelle und weitere Informationen).

Lassen Sie uns einmal schauen, wie man am besten durch diese Zeit kommt. Und das nach Möglichkeit ohne künstliche Hormone. Denn diese sind – wie gerade erwähnt – nicht bzw. nur in sehr schweren Fällen nötig. Die wenigen Vorteile einer Hormonersatztherapie sind stets mit mehreren Nachteilen verbunden.

Immer mehr Studien bescheinigen, welche Gefahren solch eine Therapie birgt: Das Risiko, an Herz und Kreislauf zu erkranken oder eine Thrombose zu bekommen, erhöht sich und auch das Brustkrebsrisiko steigt an. Heute gilt, dass jede hundertste Frau, die länger als fünf Jahre Hormone einnimmt, eine dieser schwerwiegenden Erkrankungen bekommen kann. Aus diesem Grund empfiehlt der Berufsverband der Frauenärzte und auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Hormonersatztherapie nur noch bei starken Wechseljahrsbeschwerden, die nicht anders behandelt werden können. Dabei soll ausgehend von einer niedrigen Östrogendosis langsam bis zur optimalen Menge gesteigert werden. Zudem sollte die Behandlung nicht länger als zwei Jahre dauern, weil die Risiken mit der Dauer der Einnahme der künstlichen Hormone proportional steigen (Quelle und Studienergebnisse).

Fakt ist: Die Wechseljahre stellen eine ganz natürliche Phase im Leben der Frauen um die 50 dar und entsprechende Beschwerden sollten darum auch „ganz natürlich“ behandelt werden. Je bewusster eine Frau in diese Zeit geht und je selbstverständlicher sie eine gesunde Lebensweise pflegt, umso besser wird sie diese Zeit der Umstellung durchleben.

Buch, Mit Power durch die Wechseljahre: Praxistipps einer Naturheilärztin
Mit Power durch die Wechseljahre

Grundvoraussetzung, damit alternative Behandlungsmöglichkeiten greifen, sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegungseinheiten und bewusste Zeiten der Entspannung. Dann können nicht nur die mit den Wechseljahren verbundenen Beschwerden gelindert, sondern auch Osteoporose oder Herz- und Gefäßkrankheiten vorgebeugt werden. Natürlich haben die Frauen einen Vorteil, die schon immer eine gesunde Lebensweise praktiziert haben. Dieses heißt aber nicht, dass man den Schalter nicht auch später noch umlegen kann.

Interessant hierzu sind auch Untersuchungen in Bezug auf „Lebensstil und den typischen Beschwerden“. In den asiatischen Ländern kennt man den Begriff „Klimakterium“ überhaupt nicht. Der westliche Lebensstil führt, im Gegensatz zu der asiatischen Lebensweise, zu einer deutlich höheren Belastung des Körpers. Hierzu tragen im Wesentlichen die säureüberschüssige Ernährung, die Einnahme von Hormonpräparaten – die Östrogene enthalten – sowie die grundsätzliche Einstellung zur Weiblichkeit bei. Diese Belastungen (physischer und psychischer Art) machen erst das Problem an sich aus und führen zu einer Verschlackung. Je verschlackter der Organismus der Frau ist, umso stärker können die Reaktionen ihres Körpers während der Wechseljahre ausfallen. Denn durch den Wegfall der entlastenden und letztendlich auch reinigenden Monatsblutungen verbleiben Stoffwechselschlacken zu lange im Körper und können dann zu den o.g. Begleiterscheinungen führen.
Über Hitzewallungen und Schweißausbrüche – die sicher zu den häufigsten und auch unangenehmsten Beschwerden zählen – versucht der Körper die Schadstoffe loszuwerden. Ist die Belastung sehr hoch, kommen unter Umständen noch andere Beschwerden, wie z.B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen und / oder Stimmungsschwankungen usw., hinzu.

Laut Studien haben zudem Frauen, die aktiv im Berufsleben stehen, weniger mit den Begleiterscheinungen zu tun. Hier sind Selbstwertgefühl und Aktivität aber auch seelische Befindlichkeit das Thema. Nichtberufstätige müssen aber nicht verzagen. Ihnen steht eine Fülle von Angeboten sinnvoller Freizeitaktivitäten zur Verfügung, die sich positiv auswirken können.

Die alternativen oder naturheilkundlichen Lösungsansätze richten sich nach der Art und Intensität der Beschwerden. Wichtig ist, dass Körper und Seele als Einheit betrachtet werden und dass völlig nebenwirkungsfrei für Linderung gesorgt wird. Gibt man den sanften Helfern – und sich selbst – ein wenig Zeit zum Wirken, können belastende Symptome nicht nur gelindert werden sondern auch völlig verschwinden. Angefangen von der klassischen Homöopathie, über Bachblüten, Mineralstoff- und Mykotherapie bis hin zu alten Hausmitteln und der Pflanzenheilkunde, Ratsuchende können aus einer Vielzahl von Möglichkeiten wählen und diese auch unbedenklich miteinander kombiniert anwenden.

Ein Arzt für Frauenheilkunde ist immer dann angeraten, wenn die Situation an sich – mit den physischen und auch psychischen Beschwerden – einen so großen Leidensdruck mit sich bringt, dem man sich alleine nicht mehr gewachsen sieht. Und ärztliche Therapie muss dann auch nicht gleichbedeutend sein mit „Hormonbehandlung“. Lassen Sie sich in Ruhe beraten und holen Sie auch eine zweite und dritte Meinung ein. Im Idealfall begleitet Sie Ihr Heilbehandler auf dem Weg der hormonfreien Alternativen.

Hier einmal zwei der vielen Möglichkeiten, die Betroffene auch in unserem Nachschlagewerk auf „Wirksam heilen“ finden.

  1. Aus der Mykotherapie kommen einige Heilpilze in Frage. Wenn wir uns aber nur einmal die Hauptthemen „Hitzewallungen und Scheidentrockenheit“ herausgreifen, so hat sich der Hericium bewährt. Die regelmäßige Einnahme wirkt regulierend bei Hitzewallungen und kann hormonell bedingte Veränderungen der Schleimhaut in der Scheide und der Blase entgegenwirken. Darüber hinaus hilft die Einnahme bei Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen.
  2. Unumstritten ist mittlerweile auch die positive Wirkung der Traubensilberkerze. Auch das Komitee Forschung Naturmedizin e.V.  hat sich mit entsprechenden Studien beschäftigt, die eine positive Wirkung bei Wechseljahresbeschwerden nachgewiesen haben. Bestimmte Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze wirken gegen allgemeine Wechseljahresbeschwerden, wie Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Schwindel und können sich auch positiv auf die Psyche auswirken. Teetrinken alleine wird nicht ausreichen. Fragen Sie Ihren Apotheker nach höher dosierten Mitteln. Wie bei allen pflanzlichen Mitteln ist etwas Geduld erforderlich. Studien, in denen die Traubensilberkerze hilfreich war, ergaben, dass sich positive Effekte nach drei- bis vierwöchiger regelmäßiger Einnahme zeigten.

Meine Buchempfehlung: Mit Power durch die Wechseljahre: Praxistipps einer Naturheilärztin von Dr. med. Ulrike Güdel.
Laut einer der vielen Rezensionen: Endlich ein Buch das sich zu lesen lohnt !! Es macht Spaß dieses Buch zu lesen !! Dieses Buch holt jede Frau dort ab wo sie gerade im Leben steht und dabei ist es egal ob sie gerade am Anfang oder mittendrin in den Wechseljahren steht. Es ist ein Unterhaltsames Buch mit wertvollen Ratschlägen…

Veröffentlicht von

Bärbel Puls
Bärbel Puls

 

 

 

 

 

Kontaktdaten:
BENE NATURA D.O.O.
Geschäftsführer Stefan Lackermeier
kontakt@wirksam-heilen.de

https://wirksam-heilen.de
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Weiterführende Links:
https://konzepte-und-heilkunst.de
Ausbildung Schüßler Salze

Article by Bärbel Puls / Allgemein / alternative Behandlungsmethoden, Depressive Verstimmungen, Gewichtsprobleme, Hormonbehandlungen, Reizbarkeit, Scheidentrockenheit, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, sexuelle Unlust, Wechseljahre

Über Bärbel Puls

Seit März 2006 in Sachen alternative Behandlungsmöglichkeiten aktiv im Netz.
Autorin diverser Beiträge zum Thema Gesundheit (in Printmedien und im Internet).

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