Wieder einmal möchte ich eine Erfahrung, die eine Bekannte im letzten Jahr machen musste, als Grundlage für einen Beitrag nehmen. Gisela kenne ich seit fast 15 Jahren und sie begleitet mich oft auf meinen Strandläufen und Bergwanderungen. Mehrfach im Jahr nutzt sie das Haus ihrer Tochter hier in der Nachbarschaft für einen Langzeiturlaub und wir verabreden uns dann oft für Aktivitäten in der näheren Umgebung.
Im letzten Jahr kam sie nur einmal im November und ich wunderte mich schon über ihr langes Ausbleiben. Bei unserem ersten gemeinsamen Strandlauf erklärte sie mir ihr langes Fernbleiben und erzählte mir dann, welche Erfahrung sie mit ihrem langjährigen Hausarzt machen musste.
Was war passiert?
Gisela fühlt sich mit ihren 76 Jahren gesundheitlich ganz gut aufgestellt. Sie lebt gesund, nimmt an allen Vorsorgeuntersuchungen teil, lässt einmal jährlich eine zusätzliche Herz- und Blutanalyse durchführen und laut ihrem Arzt war auch immer alles in Ordnung. Machte sie sein Standartsatz „mit ihren Herz- und Blutwerten ist alles im Lot“ viele Jahre glücklich, so zweifelte sie diese Aussage im letzten Jahr an.
Nicht von heute auf morgen, sondern eher schleichend, bemerkte Gisela im Frühjahr letzten Jahres tagsüber oft eine Müdigkeit, obwohl sie gut geschlafen hatte. Irgendwie fühlte sie sich matt und zu allem Überfluss plagten sie dann auch noch an manchen Tagen plötzliche Kopf- und manchmal auch Gelenkschmerzen. Die tauchten wie aus dem Nichts auf und hielten manchmal über Stunden an. Sie, die sonst täglich auf den Beinen war, fühlte sich oftmals einfach zu müde und unpässlich. Da der letzte Check beim Arzt erst knapp fünf Monate her war, konnte sie es gar nicht begreifen. Wie all die Jahre zuvor, waren alle Werte doch 100 % in Ordnung. Aber diese vielen kleinen Wehwehchen wollte sie nicht so einfach hinnehmen oder wie ihr Schwiegersohn empfahl, es mit dem Alter abtun. Also vereinbarte sie einen erneuten Arzttermin und bat auch um einen vorzeitigen Check für die sonst jährlichen Zusatzuntersuchungen, die sie eh immer aus der eigenen Tasche bezahlen musste.
Am Tag, als die Auswertung der Untersuchungen anstand, kam dann wieder nur der Satz, dass alles im Lot sei. Auch als Gisela noch einmal explizit ihre Beschwerden aufzeigte und darüber klagte, auf was sie alles verzichtet, weil es ihr nicht so wirklich gut ging, kam vom Arzt nur „Es tut mir leid aber ich kann beim besten Willen keine Ursache ausmachen“. Es fiel noch der Satz, dass wir alle älter werden und die damit verbundenen Einschränkungen akzeptieren müssen. Sie solle sich vielleicht einfach einmal eine zeitlang etwas schonen und auf ihren Körper hören. Wenn es sie beruhigt, sollte sie statt einmal- zukünftig besser zweimal jährlich einen Check machen lassen und dafür am besten schon heute den nächsten Termin absprechen. Damit war sie entlassen.

Wieder zu Hause recherchierte Gisela ein wenig im Internet und kam immer wieder auf das Thema „Vitaminspiegel im Blut“. Was, so fragte sie sich, wurde denn eigentlich bei den bisherigen Blutuntersuchungen alles kontrolliert. Als sie daraufhin noch einmal in der Praxis anrief, erklärte ihr die Sprechstundenhilfe, nach Rücksprache mit dem Arzt, dass da wirklich alles gemacht und für in Ordnung befunden wurde.
Genau da war für sie klar, dass ein anderer Arzt hermusste. Vielleicht nimmt ihr jetziger Arzt, bei dem sie schon seit Ewigkeiten in Behandlung ist, sie einfach nicht mehr ernst. Sie hatte vorher schon manchmal das Gefühl, dass alles nur noch im Ruck-Zuck Verfahren abgetan wird. Jetzt hätte sie sich gewünscht, dass er sie bzw. ihre Beschwerden einfach ernster nimmt.
So, wie sie sich in den letzten Monaten fühlte, dass sollte ein Ende haben. Zum Glück hat sich ihr eigener Weg gelohnt. Sie fand einen ganzheitlich arbeitenden Heilbehandler und bei unserem Widersehen ging es ihr – obwohl sie schon wieder ein Jahr älter geworden ist – besser als nie zuvor.
Heute weiß sie, dass zum Glück gar nicht so viel im Argen lag, dass es aber durchaus hätte schlimmer kommen können. Denn ihre ganzen Beschwerden waren erste Hinweise auf etwas, worauf viele Hausärzte gar nicht schauen. Und sie hatte instinktiv auch die richtige Richtung vor Augen, denn es ging letztendlich um ihren Vitaminspiegel. Der Heilbehandler wies sie darauf hin, dass mit einem Standard-Test, den sie all die Jahre immer hat machen lassen, wichtige Werte gar nicht erfasst oder manchmal vom Arzt auch gar nicht richtig gedeutet werden.
Es müssen nicht unbedingt handfeste Erkrankungen auftreten, aber ihre vorhandenen Beschwerden hätten den Arzt aufhorchen lassen müssen. Denn nur wenn die richtigen Blutwerte bestimmt und auch im Zusammenhang richtig interpretiert werden, macht solch eine Untersuchung überhaupt Sinn. Wenn nur ein Blutwert aus der Reihe tanzt, kann dieses schon den gesamten Vitalstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Oftmals kann schon eine leichte Unterversorgung massive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben.
Bei Gisela waren es drei Werte, die nicht stimmten. Ferritin, Kalzium und das Coenzym Q10. Lachend erzählte sie mir den Vergleich, den ihr der Heilbehandler aufzeigte: Er verglich das ganze Geschehen mit einem Auto und der Tankanzeige, die seit zig Kilometern anzeigt, dass der Tank fast leert ist. Solange nur die Warnlampe aufleuchtet, passiert nichts. Doch wenn man dann nicht innerhalb von 100 Kilometern tankt, wird man unweigerlich liegen bleiben. Gisela hatte rechtzeitig reagiert. Mit einem Nahrungsergänzungscocktail der fehlenden Vitalstoffe und einem verbesserten Ernährungsplan, war sie nach einem viertel Jahr endlich wieder fit wie all die Jahre zuvor. Auch ihr Schwiegersohn hat inzwischen verstanden, dass eben nicht alles automatisch mit dem Alter kommt.
Was können wir daraus für uns ableiten?
Auf alle Fälle, dass wir auch kleinere Wehwehchen durchaus ernst nehmen sollten. Was natürlich nicht heißen soll, dass wir wegen jedem noch so kleinen Zipperlein zum Arzt rennen müssen. Aber häufen sich Auffälligkeiten, treten Beschwerden auf, die wir sonst überhaupt nicht kennen und unser Arzt nimmt uns nicht ernst, dann ist eine zweite Meinung wichtig. Und trauen Sie sich, Untersuchungsergebnisse oder eine gestellte Diagnose auch zu hinterfragen. Lassen Sie sich nicht mit Standartsätzen wie „es ist alles im Lot“, abspeisen. Und wenn schon eine teure Blutuntersuchung gemacht wird, bestehen Sie auf eine optimale Auswertung des gesamten Vitalstoffhaushaltes. Mit einem Standartbluttest werden spezielle Mangelsituationen oftmals nicht erfasst.
Und folgende 7 Punkte begünstigen eine Mangelsituation:
- Weniger als 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag.
- Regelmäßige Einnahme von Medikamenten wie z.B. Cholesterinsenker.
- Das Abhalten strenger und einseitiger Diäten.
- Verzicht auf Vollkornprodukte.
- Der häufige Genuss von Fertiggerichten, Konserven und / oder süßen Lebensmitteln.
- Chronische Erkrankungen von Magen und Darm.
- Der regelmäßige Genuss von Alkohol oder Rauchwaren.
Wer sich weiter einlesen möchte, findet auch in diesem Beitrag wertvolle Hinweise in Sachen lebenswichtige Mineral- und Vitalstoffe.
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Über Wirksam Heilen:
Der Verlag „Wirksam heilen“ ist ein Herzensprojekt das von Bärbel Puls im Jahr 2014 gegründet wurde. Aufgrund eigener, gesundheitlicher Probleme beschäftigte sich Frau Puls bereits sehr früh und sehr intensiv mit diversen Erkrankungen sowie wirksamen Naturheilverfahren. Im Jahr 2006 folgte die Gründung des Schüssler-Forums, das schnell eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen in Deutschland wurde. Im Jahr 2014 wurde dann „Wirksam Heilen“ ins Leben gerufen, ein umfassendes Compendium und digitales Nachschlagewerk zu einer Vielzahl von Erkrankungen und Gesundheitsproblemen sowie alternative und wirksame Behandlungsmethoden dazu. Beide Projekte wurden im Dezember 2022 von BENE NATURA D.O.O. – Geschäftsführer Stefan Lackermeier – übernommen. Bärbel Puls wird als Gastautorin weiterhin Beiträge veröffentlichen.
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