Eine Werbung für ein bestimmtes Mineralwasser beginnt mit dem Hinweis:
Dein Körper ist ein Meisterwerk. . .
und es wird aufgezeigt was er alles kann aber auch darauf hingewiesen, dass er nicht in der Lage ist, lebenswichtige Mineralien zu produzieren.
Genau diese Aussage wollte eine neue Abonnentin Ende letzten Jahres erklärt haben bzw. von mir wissen, ob das so ist, ob Mineralien das gleiche sind wie Mineralstoffe und wo genau der Unterschied zu unseren Schüßlersalzen liegt. Woran sie einen Mangel erkennen kann und welches meiner Meinung nach wohl der wichtigste Stoff für uns Menschen sei. Sie möchte sich und ihre Familie zwar immer gut versorgt wissen, aber auch nicht mehr als wirklich nötig zuführen.
Meine Antworten auf diese vielen Fragen möchte ich gerne als Grundlage für meinen heutigen Beitrag nehmen, einfach weil mir diese Fragen – so oder so ähnlich – in den letzten Jahren sehr häufig gestellt wurden.
Sind Mineralien und Mineralstoffe das gleiche?
Ja – Mineralstoffe, im Alltagsgebrauch irreführend oft auch kurz Mineralien genannt, sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe.
Kann der menschliche Körper diese Stoffe wirklich nicht selber produzieren?
Nein, dass kann unser Körper tatsächlich nicht. Diese anorganischen Nährstoffe, die lebensnotwendig für unseren Organismus sind, müssen wir über die Nahrung und eventuellen Nahrungsergänzungen aufnehmen. Sie erfüllen im Körper wichtige Funktionen, wie unter anderem die Aufrechterhaltung des Energie- und Zellstoffwechsels, sowie den Aufbau von Knochen und Zähnen.
Wie kann man Mineralstoffe zu sich nehmen?
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln versorgt uns in der Regel ausreichend mit Mineralstoffen und Spurenelementen. Es gibt aber auch besondere Situationen, wie z.B. in der Wachstumsphase, während der Schwangerschaft und Stillzeit, nach überstandenen Krankheiten und notwendigen Operationen, in denen der Bedarf erhöht und eine zusätzliche Versorgung angeraten ist. Hier kommen Nahrungsergänzungen – also grobstoffliche Produkte – und die feinstoffstofflichen Produkte der Mineralstofftherapie ins Gespräch.
Kritiker merken sehr oft an, dass wir uns alleine durch eine gesunde Ernährung ausreichend mit Mineralstoffen versorgen und zusätzliche Gaben – weder fein- noch grobstofflicher Art – nötig seien. Dieses ist aber aufgrund der oben genannten Situationen und auch durch unsere heutige Lebensweise sowie den Umweltbedingungen kaum noch zu gewährleisten.
Wie macht sich ein Mineralstoffmangel bemerkbar?
Durch einen Mineralstoffmangel können unspezifische Symptome, wie Müdigkeit, ein verändertes Hautbild oder Haarausfall auftreten. Aber auch ernsthafte Symptome, wie Osteoporose, Herzrhythmusstörungen oder Blutarmut (Anämie) können durch einen Mineralstoffmangel bedingt sein. Das Fatale ist, dass der menschliche Organismus sehr schlau ist und sich der Körper – wird er nicht optimal versorgt – die lebenswichtigen Mineralstoffe zuerst immer aus den „weniger wichtigen“ Körperteilen holt. Haare, Haut, Knochen und Nägel sind die ersten Anlaufstellen. Leeren sich hier die Speicher, merken wir dieses zuerst nur an Äußerlichkeiten, wie fahle Haut, brüchige Haare und Nägel oder an kleineren Wehwehchen, wie Abgeschlagenheit, Nervosität und einer erhöhten Allergie- oder Infektanfälligkeit. Es kann also unter Umständen sehr lange dauern, bis sich ernsthaftere Beschwerden zeigen und selbst bei denen wird oft an ganz anderer Stelle Herumlaboriert. Schulmediziner ziehen nach wie vor einen Mineralstoffmangel gar nicht oder sehr selten in Betracht. Da wird im Krankheitsfall reine Symptombehandlung betrieben, ohne nach den Gründen zu schauen. Betroffene laufen dann Gefahr, sich zu einem Dauerpatienten zu entwickeln. Einfach weil „das Gebäude Mensch“ nicht von Grund auf saniert – sondern immer nur die gerade vorhandene Baustelle notdürftig ausgebessert wird.
Wie oben erwähnt, gibt es eine Vielzahl von Ursachen, die eine Mangelsituation begünstigen können.
Hier noch einmal eine detailliertere Auflistung der Möglichkeiten:
- Eine ungesunde Ernährungsweise (zu einseitig, zu häufiger Genuss von Fastfood oder von konservierten Nahrungsmitteln insgesamt).
- Eine Steigerung des Bedarfs durch eine ungünstige Lebensweise (zuviel Stress, Alkohol, Nikotin oder Kaffee).
- Ein erhöhter Bedarf durch erhöhte Belastung (Wachstumsphasen, Krankheit, Genesung, Schwangerschaft, Stillzeit oder auch Extremsport).
- Ein erhöhter Bedarf durch Umweltbelastungen (Ozon, Kohlendioxid, Pestizide und UV-Licht der Sonne).
- Ein gesteigerter Bedarf durch regelmäßige Einnahme allopathischer Mittel (darunter fallen z.B. die Antibabypille, Abführ- und Entwässerungsmittel, Antibiotika und Kortison-Präparate).
- Bestimmte Personengruppen, die sich unausgewogen ernähren (wie Jugendliche, Senioren oder auch Vegetarier).
- Zu bedenken gilt auch, dass – bei der heute üblichen, ständigen Verfügbarkeit aller Obst und Gemüsesorten – lange Transportwege und unreif geerntetes Obst gleichzusetzen sind mit einer äußerst minerasstoffarmen Kost auf unseren Tellern. Und
- hinzu kommt eine ganze Reihe an sogenannten „mangelbegünstigenden Faktoren“, die wahre Mineralstoffräuber sind. So z.B. Phosphate in Fertiggerichten, Schmelzkäse und Cola-Getränken. Mit dem Verzehr wird dem Organismus Calcium entzogen und so die Entstehung einer Osteoporose begünstigt. Auch die in Spinat und Rhabarber enthaltene Oxalsäure sorgt für eine verminderte Verwertung von Calcium im Körper. Viele weitere dieser Faktoren finden Sie u.a. in diesem Newsletter aufgelistet.
Welches ist der wichtigste Mineralstoff?
Ob man das so pauschal beantworten kann, weiß ich nicht. Aber Calcium ist mengenmäßig betrachtet sicher einer der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Körper. Er ist besonders wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen und Calcium ist für die Lebensfähigkeit der Zellen unerlässlich.
Der Verlag EAT SMARTER zeigt z.B. in diesem Beitrag nicht nur die 5 wichtigsten Mineralstoffe für unseren Körper auf, sondern geht auch auf natürliche Quellen und Zuständigkeiten in unserem Organismus ein.
Anders als Dr. Schüßler, der auf die potenzierten Mineralstoffe – also einer feinstofflichen Gabe setzte, um das Ungleichgewicht in der Zelle zu beheben, nutzen Orthomolekular Mediziner die grobstoffliche Variante in Form von hochdosierten Nahrungsergänzungen, um die Speicher insgesamt zu füllen. Aber das eine schließt das andere keineswegs aus. Ganz im Gegenteil. Das geübte Auge der Mineralstoffberater bzw. Schüßler Therapeuten sieht häufig – anhand der Antlitzzeichen – einen so großen Mangel an bestimmten Mineralstoffen, dass Betroffenen eine Kombination aus beiden Ansätzen empfohlen wird. Im Doppelpack – quasi Hand in Hand – kann dann deutlich schneller ein Behandlungserfolg ausgemacht werden. Zudem kann immer wieder festgestellt werden, dass in vielen Fällen gar nicht der Mangel an sich das Thema ist, sondern die Tatsache, dass der Körper die ihm zur Verfügung gestellten Mineralstoffe einfach nicht optimal aufnehmen und an benötigten Stellen einsetzen kann. Genau dann kommen die feinstofflichen Schüßlersalze ins Spiel. Mit der Einnahme wird wieder die Balance hergestellt.
Wer sich weiter mit dem Thema Mineralstoffe auseinandersetzen möchte, kann mit diesem kostenlosen Schüßler Salze Vortrag einen ersten Schritt machen.
Mehr Powerwissen und einen tieferen Einstieg finden Sie in der Ausbildung Schüssler Salze.
Weitere Möglichkeiten finden Sie in diesem Veranstaltungskalender – in dem unter anderem aktuelle Seminare / Vorträge und Weiterbildungsmaßnahmen aufgezeigt werden.
Veröffentlicht von

Über Wirksam Heilen:
Der Verlag „Wirksam heilen“ ist ein Herzensprojekt das von Bärbel Puls im Jahr 2014 gegründet wurde.
Aufgrund eigener, gesundheitlicher Probleme beschäftigte sich Frau Puls bereits sehr früh und sehr intensiv mit diversen Erkrankungen sowie wirksamen Naturheilverfahren. Im Jahr 2006 gründete sie das Schüssler-Forum, das schnell eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen in Deutschland wurde. Im Jahr 2014 wurde dann „Wirksam Heilen“ ins Leben gerufen, ein umfassendes Compendium und digitales Nachschlagewerk zu einer Vielzahl von Erkrankungen und Gesundheitsproblemen sowie alternative und wirksame Behandlungsmethoden dazu. Beide Projekte wurden im Dezember 2022 von BENE NATURA D.O.O. – Geschäftsführer Stefan Lackermeier – übernommen. Bärbel Puls wird als Gastautorin weiterhin Beiträge veröffentlichen.
Kontaktdaten:
BENE NATURA D.O.O.
Geschäftsführer Stefan Lackermeier
kontakt@wirksam-heilen.de
https://wirksam-heilen.de
http://www.schuessler-info.de/
Weiterführende Links:
https://konzepte-und-heilkunst.de
Ausbildung Schüßler Salze