Chronisch-entzündliche Erkrankungen nehmen immer mehr zu und viel zu selten sehen Betroffene da einen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und der Ernährungsweise. Die Schulmediziner wissen dieses zwar, weisen aber kaum einmal darauf hin. Warum auch – so ganz gesund will man seinen Patienten ja gar nicht haben. Ganz im Gegenteil. Mit den bestehenden Behandlungsmöglichkeiten werden maximal die Symptome gelindert und die Nebenwirkungen der verschriebenen Medikamente werden schon dafür sorgen, dass sich ein weiterer Dauerpatient entwickelt.
Medikamente helfen langfristig aber nicht gegen Entzündungen
Kein Betroffener wird Heilung oder gar sein körpereigenes Gleichgewicht wiedererlangen, wenn er ausschließlich auf Medikamente setzt. Diese unterdrücken zwar sowohl Entzündungen als auch die damit einhergehenden Schmerzen, aber es wird nicht an den auslösenden Faktoren gearbeitet. Bleiben diese bestehen – sprich, werden die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten nicht verändert – kommt man in einen wahren Teufelskreis. Hinzu kommen – durch die Einnahme allopathischer Mittel – häufig starke Nebenwirkungen, die den Stoffwechsel des Körpers zusätzlich belasten und weitere Beschwerden verursachen. Dieser Abwärtsspirale wieder zu entkommen, erweist sich oft als besonders schwer und nicht selten fällt – seitens der Schulmedizin – dann das Wort austherapiert.
Aber gehen wir einmal einen Schritt zurück und schauen, wie wir erkennen, ob eine chronische Entzündung vorliegt. Denn der Weg dahin ist oft schleichend. Unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Anfälligkeit für Infekte, Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder auch Verdauungsprobleme oder Beschwerden rund um den Verdauungstrakt, all das sind oft die ersten Hinweise und schon sie sollten beachtet werden, bevor es „zu spät“ ist. Sonst ist die Gefahr sehr groß, dass sich daraus schwere chronische Krankheiten entwickeln.
Aktivieren Sie die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers
Die richtige Ernährung trägt viel dazu bei, Entzündungen einzudämmen. Schätzungen zufolge essen wir heute 30-mal mehr entzündungsfördernde Lebensmittel als noch vor 100 Jahren. Dies ist ein Grund warum Entzündungserkrankungen auf dem Vormarsch sind. Akute und chronische Entzündungen sind nicht selten die Ursache zahlreicher Erkrankungen wie Arthritis, Arthrose, Bluthochdruck, Demenz, Gicht, Neurodermitis, Osteoporose, Rheuma, Schuppenflechte bis hin zu Krebserkrankungen.
Mit einer dauerhaften Umstellung der Ernährungsweise, können wir von Grund auf gesunden und dafür sorgen, dass sich nichts Chronisches entwickelt. Aber klar ist auch, dass es alleine damit – bei bestehenden chronischen Erkrankungen, die sich unter Umständen vielleicht auch schon über Jahre manifestiert haben – nicht getan sein wird. Neben der Ernährung muss hier dann vor allem auch auf Bewegung, Schlaf und Stressauslöser im privaten und beruflichen Bereich geschaut werden. Das alles sind Ansätze, die auch für ganzheitlich arbeitende Heilbehandler wichtige Therapie-Bausteine sind und auf die wir auch in unserem Gesundheitsratgeber von „Wirksam heilen“ immer wieder hinweisen. Schwerpunkt ist und bleibt aber unsere Versorgung.
Für den menschlichen Organismus ist eine ausgewogene Ernährung immens wichtig. Nur mit den richtigen „Brennstoffen“ kann dieser einwandfrei funktionieren und gesund bleiben. Leider gibt es eine Menge Fallstricke und die möchte ich kurz aufzeigen, weil sie extrem entzündungsfördernde Eigenschaften haben. Der Verzicht bzw. eine starke Einschränkung wirkt sich insgesamt positiv auf unsere Gesundheit aus.
• Transfette: Dieses sind ungesättigte Fettsäuren, die wir vor allem in Süßwaren und Snacks, zuckrigen Backwaren, Frittiertes und in so gut wie allen Fertigprodukten finden. Studien bestätigen, dass Transfette den „schlechten“ Cholesterinwert im Blut erhöhen und so das Risiko einer Entzündung im Körper steigt.
• Zucker: Er zählt nicht nur zu den entzündungsfördernden Lebensmitteln, sondern steht auch in Verdacht, den gesundheitsfördernden Effekten von Omega-3-Fettsäuren entgegenzuwirken und diese somit unwirksam zu machen.
• Weißmehl: Werden überwiegend Weißmehlprodukte verzehrt, steigt die Anzahl der entzündungsfördernden Darmbakterien. Zudem lassen Weißmehl und daraus hergestellte Produkte den Blutzuckerspiegel schwanken, führen zu Heißhungerattacken und erhöhen das Risiko für Adipositas und Darmerkrankungen.
• Übermäßiger Fleischkonsum: Hier geht es vor allem um stark verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren aus Massentierhaltung. Diese Produkte enthalten mehr entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren, als die aus nachhaltiger Zucht. Grundsätzlich sollte der Fleischkonsum überprüft werden.
• Alkohol: Ein übermäßiger Alkoholkonsum wirkt im Körper ebenfalls entzündungsfördernd.
Setzen Sie die Gegenspieler ein
Lebensmittel, die entzündungshemmend wirken, gibt es zum Glück in Hülle und Fülle. Wer hier die Weichen stellt, kann nicht nur seine Beschwerden lindern und bislang benötigte Schmerzmittel reduzieren bzw. nach und nach ganz absetzen, sondern beginnen, von Grund auf zu gesunden.
Und da Vorsorgen immer noch besser als Heilen ist, sollte sich ein Jeder einmal mit antientzündlicher Ernährung befassen. Dieses ist vor allem auch für Menschen mit Übergewicht ein Thema. Sie haben nämlich ein erhöhtes Risiko für entzündliche Prozesse, da das Bauchfett Hormone produziert, die Entzündungen fördern. Mit der richtigen Ernährung fühlt man sich insgesamt wohler, ist deutlich leistungsfähiger und kann den Alterungsprozess ausbremsen. Zudem sind entzündungshemmende Lebensmittel auch für Sportler relevant, da sie dem Körper helfen, sich schneller zu regenerieren.

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist das A und O
Die Hauptrolle spielen dabei pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen aber auch fermentierte Lebensmittel. Diese Lebensmittelgruppen sind reich an Ballaststoffen, also unverdaulichen Pflanzenfasern, die unter anderem für ein starkes Mikrobiom unverzichtbar sind. Abgerundet wird diese Versorgung mit kaltgepressten Pflanzenölen, Kräutern und Gewürzen wie z.B. Chili, Ingwer, Kurkuma, Pfeffer und Zimt. Auf vielen Seiten im Internet werden entsprechende Tabellen mit den Produktgruppen angeboten. So z.B. auch von den Allgemeine Ortskrankenkassen.
Wer sich angesprochen fühlt, sollte nicht von heute auf morgen seinen gesamten Ernährungsplan radikal ändern. Der Organismus kann besser reagieren, wenn nach und nach auf die gesunden Lebensmittel umgestellt wird. Zudem fällt ein Durchhalten leichter, wenn in kleinen Schritten vorgegangen wird. Schauen Sie sich die Listen der entzündungshemmenden Lebensmittel immer wieder an und tauschen Sie mehr und mehr davon gegen die ungesunde Kost aus. Das kann damit beginnen, dass Sie z.B. mit einem gesunden Frühstück starten.
In diesem Kochbuch finden Interessierte nicht nur eine Auflistung und Beschreibung vorbeugender und helfender Lebensmittel, sondern auch eine große Anzahl an Rezepten mit dem stärksten entzündungshemmenden Potenzial.
Manchmal kann unterstützend auch der tage- oder stundenlange Verzicht auf feste Nahrung die Umstellung erleichtern. Das Intervallfasten bietet Ihnen da eine perfekte Voraussetzung. Mit dieser Art des Fastens hat Ihr Organismus zudem die Chance, angefallene Schadstoffe abzubauen. Wie das Intervallfasten funktioniert und wie Sie es spielend leicht in Ihren Alltag integrieren können, lesen Sie in diesem Beitrag von mir.
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Über Wirksam Heilen:
Der Verlag „Wirksam heilen“ ist ein Herzensprojekt das von Bärbel Puls im Jahr 2014 gegründet wurde. Aufgrund eigener, gesundheitlicher Probleme beschäftigte sich Frau Puls bereits sehr früh und sehr intensiv mit diversen Erkrankungen sowie wirksamen Naturheilverfahren. Im Jahr 2006 folgte die Gründung des Schüssler-Forums, das schnell eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen in Deutschland wurde. Im Jahr 2014 wurde dann „Wirksam Heilen“ ins Leben gerufen, ein umfassendes Compendium und digitales Nachschlagewerk zu einer Vielzahl von Erkrankungen und Gesundheitsproblemen sowie alternative und wirksame Behandlungsmethoden dazu.
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Ausbildung Schüßler Salze
Gegen viele innere Entzündungen nehme ich sehr gerne den leckeren Manuka Honig.
Liebe Grüße
Vroni