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11. September 2018

Kein Grund zum Weinen

(Inklusive Audioversion)

Ganz im Gegenteil! Die Zwiebel – Heilpflanze des Jahres 2015 – gibt nur Grund zur Freude. Und das schon seit mehr als 5.000 Jahre. Bei den alten Ägyptern wurden Zwiebeln den Göttern als Opfergabe gereicht und den Toten als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits beigelegt. In Europa wurden Zwiebeln im Mittelalter zur Abwehr der Pest an Türen und Fenstern aufgehängt und Hildegard von Bingen, die heilkundige Klosterfrau, empfahl die gekochte Zwiebel unter anderem gegen Fieber, Gicht und Schüttelfrost.

Schon unsere Urgroßmütter verwendeten die Zwiebel nicht nur in der Küche, sondern auch als Hausmittel gegen Husten, Ohrenschmerzen, Verdauungsstörungen, hohen Blutzuckergehalt und zur Stärkung des Herzens. Ob roh im Ganzen, gewürfelt, gepresst, als Wickel, Tee, Saft, Suppe oder zu Schnaps und Salbe verarbeitet, je nach Situation wurden die wertvollen Inhaltsstoffe und Wirkweisen genutzt.

Schon damals war bekannt, dass die Inhaltsstoffe der Zwiebel unter anderem appetitanregende, antibakterielle, blutverdünnende, blutreinigende und auch blutdrucksenkende, entzündungshemmende und keimtötende aber auch entwässernde und schleimlösende Eigenschaften haben.

Heute wissen wir, dass die Zwiebel noch deutlich mehr kann.
So gilt der Verzehr als wichtiger Risikominderungsfaktor in Bezug auf sehr viele Krebsarten. Es kann damit die Ausscheidung krebserzeugender Substanzen gefördert und das Wachstum bösartiger Zellen gehemmt werden. Da die schwefelhaltigen Substanzen unter anderem auch die Blutgerinnung hemmen und die Durchblutung verbessern, kann man zudem mit dem regelmäßigen Verzehr roher oder auch gekochter Zwiebeln einen hervorragenden Schutz gegen Herzinfarkt und Thrombose aufbauen. Auch wissen wir mittlerweile, dass der Beiname „Insulinersatz für Diabetiker“ absolut berechtigt ist. Das pflanzliche Hormon Glukokinin – welches in der Zwiebel enthalten ist – fördert den Zuckerstoffwechsel in der Bauchspeicheldrüse. Ähnlich wie Insulin, senkt ein regelmäßiger Verzehr den Zuckergehalt im Blut. Mit nur einer Zwiebel täglich kann die Insulindosis durchaus verringert werden.

Setzen auch Sie diese alte Kultur- und Heilpflanzen auf den täglichen Speiseplan.

Oniens, Eine handvoll Gesundheit (Bild @ Pixabay)
Eine handvoll Gesundheit (Bild @ Pixabay)

Nicht nur die Erfahrungsmedizin belegt immer wieder die große Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten. Heute liegen in Sachen „Alte Hausmittel“ oft sogar wissenschaftliche Beweise vor.

Viele dieser einfachen Mittel lassen sich noch wirkungsvoller einsetzen, einfach weil Inhaltsstoffe und Wirkweisen besser erforscht sind. So sind mittlerweile viele Studien einsehbar (siehe unten eingestellten Link), in denen die positiven Eigenschaften der Zwiebel bestätigen werden. Auch in unserem Nachschlagewerk auf „Wirksam heilen“ findet sich dieses „Alte Hausmittel“ als Behandlungsoption. Ob als Zwiebelabsud, Zwiebelbreiumschläge, Zwiebelscheibenauflagen, Zwiebelsaft, Zwiebelsäckchen, Zwiebelsirup, Zwiebelsocken oder als Zwiebelwickel – bei einer großen Anzahl von Krankheiten, haben sich die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten zigfach bewährt.

Neben vielen anderen Stoffen sind es vor allem Alliin und andere schwefelhaltige Verbindungen, die sich auch die Homöopathie und selbst die Pharmakologie zu Nutze machen. Denn die schwefelhaltigen ätherischen Öle der Zwiebel, die uns leider auch zum Weinen bringen, haben – in Kombination mit noch anderen Wirkstoffen – wunderbare Heilkräfte.

Erfreulich ist, dass Zwiebeln laut Greenpeace und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu den am wenigsten mit Pestiziden belasteten Lebensmitteln zählen. Über 70 Prozent der Proben waren absolut frei von Rückständen. Wenn Sie auf Nummer sichergehen möchten, sind Zwiebeln aus kontrolliert-biologischem Anbau denen aus konventionellem Anbau natürlich vorzuziehen. Gerade auch auf Bauernmärkten wird fast ganzjährig dieses lagerungsfähige Gemüse angeboten.

Wird der Verzehr von Zwiebeln empfohlen, sollten diese am besten roh gegessen werden. Schälen Sie die Zwiebeln möglichst sparsam. Denn in den äußeren Schichten befinden sich die meisten wichtigen Vitalstoffe. Wer auf rohe Zwiebeln empfindlich reagiert, für den sind diese im gekochten Zustand bekömmlicher. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, sollte das Wasser nur einmal aufkochen und die Zwiebeln dann darin gar ziehen. Wenn Zwiebeln bei Ihnen Blähungen verursachen, können Sie mit dem gleichzeitigen Verzehr von Fenchelsamen, Ingwer, Kümmel oder auch Thymian entgegenwirken. Reagieren Sie ganz empfindlich, selbst auf gekochte Zwiebeln, dann hat sich das Trinken des Zwiebelsuds – der kalt, warm oder auch heiß genossen werden kann – bewährt. Auch so kommen Sie in den Genuss der Heilwirkung.

Als Auszug der Behandlungsoptionen auf „Wirksam heilen“ zeige ich hier einmal zwei Anwendungsmöglichkeiten und deren Einsatzgebiete auf, die so wahrscheinlich nicht jedem bekannt sind:

  1. Zwiebelabsud
    Am Abend 1 mittelgroße Zwiebel als Ganzes in 250 ml siedendes Wasser legen, den Topf vom Herd nehmen und rund 12 Stunden ziehen lassen. Danach die Zwiebel ausdrücken, die Flüssigkeit abseihen und zügig trinken. Solch ein Absud kann eine unbedenklich lange Zeit täglich genossen werden. Sie können für diese Anwendung jede Art von Zwiebeln verwenden und die gar gezogene Zwiebel, wenn Sie mögen, selbstverständlich auch verzehren.
    Beispiele für den Einsatz:
    • Der Zwiebelabsud ist ein altbewährtes Mittel bei jeglicher Art von Wurmbefall. Er sollte dann täglich – solange sich ein Befall zeigt – genommen werden. Hier bieten sich auch Einläufe mit dem Zwiebelabsud an. Alternativ kann so ein Klistier auch mit Zwiebelsaft, welcher mit lauwarmem Wasser aufgefüllt wird, angesetzt werden.
    • Die regelmäßige Einnahme hilft auch der Verdauung und verbessert die Entgiftungsarbeit von Leber und Nieren. In Bezug auf „Entgiftung“ beachten Sie auch die „Zwiebelsocken“ unter Punkt 2.
    • Die Schwefelverbindungen hemmen zudem die Blutgerinnung und verbessern die Durchblutung. Dieser Effekt schützt vor Thrombose und Herzinfarkt. Damit sich diese Wirkung aufbaut, muss über einen längeren Zeitraum mehrmals täglich ein Absud getrunken werden.
  2. Zwiebelsocken
    Sie sind eine ganz einfache Methode zum Entgiften. Durch die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ist bekannt, dass bestimmte Zonen der Fußsohlen mit den einzelnen Körperregionen und Organen in Verbindung stehen. Über die sogenannten Meridianen (Körperleitbahnen) können wir bestimmte Körperfunktionen unterstützen. Zwiebelsocken haben unter anderem eine entgiftende und reinigende Wirkung, auch in Bezug auf Schwermetalle und Fluoride. Zudem töten sie Bakterien und Keime ab. Die Anwendung kann ganz einfach über Nacht wirken und sollte mehrmals die Woche genutzt werden. Auch während einer Grippezeit sind Zwiebelsocken empfehlenswert.
    Für die Anwendung schneiden Sie eine ganz normale Küchenzwiebel (egal ob weiß oder rot) in sehr dünne Scheiben. Dünn darum, weil sich die Scheiben dann besser der Fußform anpassen. Legen Sie die Scheiben nun so auf ein großes Stück Klarsichtfolie (am besten gleich auf dem Fußboden platzieren), dass Ihr Fuß darauf passt. Wickeln Sie die Folie locker zusammen und steigen Sie dann in einen Socken. Das gleiche machen Sie auch mit dem 2. Fuß und lassen dann alles über Nacht einwirken.
    Ist Ihnen die Prozedur über Nacht nicht recht, können Sie die Socken natürlich auch tagsüber oder abends beim Fernsehen anlegen. Sie sollten aber unbedingt zwei bis drei Stunden Zeit einplanen, damit sich die Wirkung optimal entfalten kann.
    Manche Anwender haben mit diesen „Zwiebelsocken“ auch schon ihre Schweißfüße kuriert.

Auf dieser Seite sind Studien und Übersichtsarbeiten aufgelistet, die auf einen Nutzen bei Krebs, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen, Narben, Alopecia areata und anderen Kranheitsbildern hinweisen.

Und wer nun die Zwiebel öfter einmal auf den Speiseplan setzen möchte, der findet in dem großformatigen und aufwendig gestalteten Buch „Die Zwiebel“ von Usch von der Winden viele Anregungen für den Einsatz.

Veröffentlicht von

Bärbel Puls
Bärbel Puls

 

 

 

 

Über Wirksam Heilen:
Der Verlag „Wirksam heilen“ ist ein Herzensprojekt das von Bärbel Puls im Jahr 2014 gegründet wurde. Aufgrund eigener, gesundheitlicher Probleme beschäftigte sich Frau Puls bereits sehr früh und sehr intensiv mit diversen Erkrankungen sowie wirksamen Naturheilverfahren. Im Jahr 2006 folgte die Gründung des Schüssler-Forums, das schnell eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen in Deutschland wurde. Im Jahr 2014 wurde dann „Wirksam Heilen“ ins Leben gerufen, ein umfassendes Compendium und digitales Nachschlagewerk zu einer Vielzahl von Erkrankungen und Gesundheitsproblemen sowie alternative und wirksame Behandlungsmethoden dazu.

Kontaktdaten:
BENE NATURA D.O.O.
Geschäftsführer Stefan Lackermeier
kontakt@wirksam-heilen.de

https://wirksam-heilen.de
http://www.schuessler-info.de/

Weiterführende Links:
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Article by Bärbel Puls / Allgemein / Alte Hausmittel, alternative Behandlungsmethoden, Wirksam heilen, Zwiebelabsud, Zwiebelbreiumschläge, Zwiebelsäckchen, Zwiebelsaft, Zwiebelscheibenauflagen, Zwiebelsirup, Zwiebelsocken, Zwiebelwickel

Über Bärbel Puls

Seit März 2006 in Sachen alternative Behandlungsmöglichkeiten aktiv im Netz.
Autorin diverser Beiträge zum Thema Gesundheit (in Printmedien und im Internet).

Kommentare

  1. Belma meint

    11. September 2018 um 10:41

    Ich benutze Zwiebelwickel für Entzündungen am Bein ‚ Knie ‚Arm usw.
    Hilf super
    Lg
    Belma

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