Vielleicht sind es genau die, die schuld daran sind, dass bei Ihnen bisher alle Abnehmversuche gescheitert sind!
Ich möchte mich nicht in die Schlange derer einreihen, die jetzt zum Frühjahr hin mit irgendeiner Superdiät und klugen Ratschlägen in Sachen gesunder Ernährung aufwarten.
Denn egal was uns die gängigen Frauenzeitschriften und leider auch immer mehr Apotheken an Superdrinks und Wunderpillen oder Diäten anbieten, unser gesunde Menschenverstand sollte uns sagen, dass das, was sich seit Monaten oder Jahren an Gewicht aufgebaut hat, nie und nimmer in zwei oder drei Wochen verschwinden kann. Der Frust ist doch vorprogrammiert, wenn sich der angepriesene Effekt nicht einstellt und unser Spiegelbild eben nicht die tollen „Vorher/Nachher Bilder“ aus der Werbung widerspiegelt.
Damit dauerhaft und gesund ein Übergewicht abgebaut wird, müssen wir bestimmte Zusammenhänge erkennen. Oftmals sind sogenannte „Abnehmbremsen“ schuld, wenn sich – trotz gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung – der Zeiger der Waage einfach nicht nach unten bewegt.
Ich freue mich, dass uns für dieses Thema die Heilpraktikerin Frau Christel Nau mit einem Gastbeitrag zur Seite steht. In Ihrer Gesundheitspraxis am Wannsee ist auch „Gesundes Abnehmen“ ein Thema und Frau Nau zeigt uns wichtige Punkte auf, die es zu beachten gilt.
Zitat: Die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen
- Zu wenig trinken
- Nicht entsäuern
- Fasten
- Eine Diät machen und anschließend „normal“ weiter essen
- Pulver statt Mahlzeit
- Zu wenig kauen
- Die falschen psychophysischen Bedingungen
1. Wer nicht trinkt, nimmt nicht ab. Das ist ein Gesetz! Wenn Sie nicht trinken, werden Sie statt schlank und vital eher krank und schwach.
Wenn Sie abnehmen wollen und ein bestimmtes Programm einhalten (keine Crash- Dät!), müssen die Stoffwechselrückstände abtransportiert werden. Im überflüssigen Körperfett haben sich viele Schadstoffe angesammelt, die auch ausgespült werden müssen. Durch die veränderte Lebensführung werden sie zwar mobilisiert, aber ohne viel trinken nicht ausgeschieden. Das kann zu empfindlichen Beschwerden führen, wie Schlappheit, Unkonzentriertheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit u.a.
Es kann zur Verstopfung kommen, da dem Darm bei Wassermangel Wasser entzogen wird. Wenn den Nieren nicht genügend Wasser zur Verfügung steht, können letztlich Nierensteine entstehen. Und Sie nehmen nicht ab oder nur sehr, sehr schwer! Das Aufgeben ist vorprogrammiert.

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Was sollten Sie trinken? Nun, am besten ist reines, stilles Wasser. Wasser ist Lösungs- und Transportmittel, es muss also eine bestimmte Aufnahmekapazität haben, um Stoffe (in Ihrem Fall Schadstoffe) an sich binden zu können. Und das leisten Sprudelwasser, Säfte, Kaffee, Tee nur sehr bedingt. Sie können Tee trinken, wenn er sehr dünn gebrüht ist (1 Beutel auf 1 Liter Wasser nur kurz ziehen lassen). Wichtig ist, dass Sie kontinuierlich über den Tag verteilt trinken.
Wie viel sollten Sie trinken? Je mehr Körpergewicht Sie auf die Waage bringen, umso mehr sollten Sie trinken. Das Mindeste sind drei Liter pro Tag. Nutzen Sie irgendein Signal (Handy, PC, Wecker), das Sie halbstündlich daran erinnert, ein paar Schlucke zu trinken.
2. Sie sollten Ihrem Säure- Basen- Haushalt genauso viel Beachtung schenken wie dem Trinken. Sie sollten ihn korrigieren, um abzunehmen, fit zu werden und sich wohl zu fühlen.
Vereinfacht gesagt: Wenn der Körper eine optimierte Ernährungsumstellung erfährt, sozusagen „den Schalter umlegt“, werden eingelagerte Säuren im Gewebe mobilisiert. Sie „geistern“ herum, können dann besonders heftige Beschwerden verursachen, wie Kopfschmerzen, Übelkeit, allgemeines Unwohlsein. Qualitativ hochwertige basische Mineralien müssen jetzt zwangsläufig eingesetzt werden, um die hoch anfallenden Säuren abzupuffern und auszuscheiden.
Bitte besorgen Sie sich als erstes Teststreifen in der Apotheke (Lackmuspapier). Testen Sie mindestens an einem Tag bei jedem Toilettengang mit einem Teststreifen, wie hoch der Urin- pH- Wert ist. Und schreiben Sie diesen Wert jedes Mal auf. Den können Sie anhand einer Farbskala ablesen. Notieren Sie die Werte, um die Entwicklung verfolgen zu können. Alles was weniger als 7 misst, liegt im sauren Bereich. 7 ist ein neutraler Punkt und über 7 ist der Wert basisch. Der Säuregehalt des Urins schwankt je nach Tageszeit, Nahrungsaufnahme und psychischer Verfassung. Allerdings sollten Sie zwei Mal am Tag einen basischen Wert haben. Wenn nicht, rate ich Ihnen zur Einnahme eines sehr guten Basenmittels. Das können Kapseln oder auch Pulver sein. Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Carbonate und Citrate sollten enthalten sein. Nehmen Sie täglich morgens nüchtern und abends vor dem Schlafen die angegebene Menge ein, nachdem Sie sich mittels der Teststreifen von Ihrer Übersäuerung überzeugt haben.
3. Wenn Sie stark übergewichtig sind und den Anfang Ihrer Gewichtsreduktion mit Fasten starten wollen, rate ich Ihnen dringend, dies in einer entsprechenden Klinik zu tun.
Wer fasten will, sollte dies immer unter fachkundiger Anleitung tun! Ansonsten rate ich nicht zum Fasten. Denn hierbei nimmt man eher an Muskeln ab als an Fett. Das bedeutet, wenn Sie wieder anfangen zu essen (auch wenn Sie nur wenig essen), wird diese Nahrung sehr schnell als Fett gespeichert und nicht als Muskelmasse. Genau das will Niemand. Denn je weniger Muskeln, umso weniger Grundumsatz, umso eher die Fettzunahme.
Wenn Sie Ihre Reduktionskur mit Null-Fasten beginnen wollen, dann empfehle ich Ihnen, sich eine kompetente Hilfe bei einer Fachfrau / Fachmann zu suchen. Wer stark adipös ist, sollte sich einer Fachklinik anvertrauen.
4. Auch Diäten haben vergleichbare Folgen wie das Fasten.
Natürlich nimmt man zunächst ab, leider zu wenig von dem, was man loswerden möchte, nämlich das Fett. Und nach der Diät, wenn Sie wieder „normal“ essen (Sie können ja nicht immer von „Kohlsuppe“ oder „Pulver“ oder anderen fragwürdigen Diäten leben), dann wartet garantiert der Jo-Jo- Effekt auf Sie.
Also, keine fragwürdigen Diäten!
5. Pulver kann maximal ein kleines Zusatzvehikel sein.
Aber kein Mahlzeitenersatz. Denn Pulver statt Mahlzeit bedeutet keinerlei Lerneffekt, weder für Sie noch für Ihren Körper.
6. Gründliches Kauen hilft! Es wird von fast allen Menschen total unterschätzt.
Das Kauen ist von unschätzbarem Wert. Ein Grund für die Adipositas ist die zu schnelle Nahrungsaufnahme.
Je länger Sie kauen, umso einfacher hat es Ihr Bauch. Es werden durch den Kauvorgang Signale an die Verdauungsorgane gesendet, die wiederum ihre Säfte bereitstellen für einen ordnungsgemäßen Stoffwechsel.
Beobachten Sie sich mal selbst und schauen Sie sich essende Menschen im Restaurant an. Sie werden feststellen, dass die Meisten schlingen. Ich selbst bin immer wieder überrascht, wie schnell die Teller leer sind. Die Wenigsten genießen ihr Essen.
Was glauben Sie, wie viel Arbeit nur allein der Magen hat, wenn er grob zerkleinerte Nahrung verarbeiten muss. Dabei wird so viel Energie verbraucht, die Ihnen dann fehlt. Die sich an den Magen anschließenden Organe haben es genauso schwer. Viele Menschen fühlen sich nach dem Essen dann müde und schlapp. Dabei sollen uns doch die guten Nahrungsbestandteile Energie und Kraft geben.
Oft verkannt: Eine Ursache für Adipositas ist die zu schnelle Nahrungsaufnahme.
Mein Tipp: Versuchen Sie mal ganz bewusst und sehr ausgiebig zu kauen. Bis der Bissen, den Sie zu sich genommen haben, im Mund flüssig ist. Erst dann schlucken. Wenn Sie diesen Tipp mal eine ganze Weile durchhalten, werden Sie sehr bald eine Erleichterung spüren – im wahrsten Sinne des Wortes!
7. Denken Sie bitte in diesem Moment an eine Zitrone. Was passiert? Sie produzieren Speichel. Das läuft ohne Ihren Willen ab, das heißt, Ihr vegetatives Nervensystem reagiert, ob Sie wollen oder nicht.
Und genauso reagiert Ihr Nervensystem, wenn sie fernsehen, Nachrichten schauen, Zeitung lesen, Gespräche führen. Es passiert etwas in Ihrem Körper, auch wenn Sie es nicht so deutlich spüren wie im Beispiel „Zitrone“.
Alle Körperorgane sind an das vegetative Nervensystem gekoppelt.
Das vegetative Nervensystem teilt sich in zwei Stränge, in den Teil des Sympathikus und in den Teil des Parasympathikus. Beide sind zu verschiedenen Zeiten aktiv, sie sind Gegenspieler. Das heißt, wenn der eine besonders aktiv ist, tritt der andere in den Hintergrund.
Der Sympathikus treibt uns an, durch ihn werden vorwiegend Körperfunktionen innerviert, die den Körper in erhöhte Leistungsbereitschaft versetzen.
Der Gegenspieler, der Parasympathikus, ist der beruhigende Teil, der alle Verdauungsorgane innerviert.
Das bedeutet auf unsere Situation bezogen, dass der Ruhepol, der Parasympathikus keine Chance hat, aktiv zu werden, wenn Sie sich mit „aufregenden“ Dingen während des Essens beschäftigen. Der ordnungsgemäße Ablauf der Verdauung wird regelrecht unterdrückt.
Deshalb ist es so wichtig, in einer ruhigen Atmosphäre zu essen. Sollten Sie Ärger haben, so lassen Sie auf irgendeine Art Ihren Ärger vor dem Essen raus.
Gewöhnen Sie sich an, bewusst zu essen! Das bedeutet ohne Fernseher, ohne Zeitung, ohne ablenkende Gespräche, ohne Arbeitsstress oder ähnliches.
Zum Schluss noch eine wichtige Anmerkung:
Abnehmen gelingt nur mit einer Umstellung. Und die kann einfach sein, wenn Sie die richtige Anleitung haben. Suchen Sie sich einen guten Coach Ihres Vertrauens.
Denn auch in Ihnen steckt eine gute Figur! Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: info@heilpraxis-nau.de
Alles Gute für Sie – Ihre Christel Nau
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BENE NATURA D.O.O.
Geschäftsführer Stefan Lackermeier
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Weiterführende Links:
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Ausbildung Schüßler Salze
vielen Dank für die vielen Tipps, die hier wieder in Erinnerung gebracht werden.
Doch kann ein „zuviel“ (was immer der einzelne darunter versteht) an Gewicht nicht auch eine Art Schutz“panzer“ sein….wenn ich graad mehr Reserven brauche, weil ich in einer Situation bin, die sich nicht so einfach lösen lässt …
…oder mein Körper schaltet naturbedingt auf einen anderen „Modus“ um – die Hormone verändern sich, der Aufbaustoffwechsel wird eher zum Erhaltungsstoffwechsel … und dann gibt es auch Phasen, die beim Blick auf die Waage keine wirkliche Veränderung zeigen…
lg
Hallo Elke,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Ja – bei einer ganzheitlichen Betrachtungsweise spielen genau die von Ihnen aufgezählten Punkte eine Rolle und sollten zwingend bei den Behandlungsoptionen mit berücksichtigt werden. Da man in der Eigenbehandlung aber selten die ganzen Zusammenhänge erfasst, ist es dann sicher von Vorteil, sich einem Heilbehandler anzuvertrauen. Mir hat das Buch von Louise L. Hay „Heile deinen Körper“ (Seelisch-geistige Gründe für körperliche Krankheiten) schon oft den richtigen Weg gewiesen.
Herzlichst Bärbel